Open-Source-Vergleich

Nextcloud vs Google Workspace: Cloud-Speicher im Vergleich

Enterprise-Infrastruktur — plötzlich auch für Ihr Team.

Eigene Cloud-Infrastruktur — Dateien, Office, Kalender, Videokonferenzen, alles unter eigener Kontrolle — das war bisher etwas für Unternehmen mit eigener IT-Abteilung. Nextcloud macht es auch für Ihr 20-Personen-Team möglich. Für einen Bruchteil dessen, was Google Workspace pro Nutzer kostet.

Bei Google Workspace zahlen Sie 6–18 € pro Nutzer pro Monat. Bei 20 Nutzern sind das 120–360 € monatlich — und Ihre Daten liegen auf Google-Servern, unterliegen US-Recht und werden für Googles Geschäftsmodell genutzt. Nextcloud läuft auf Ihrem eigenen Server, kostet pauschal 10–30 €/Monat (egal wie viele Nutzer), und die Daten gehören Ihnen. DSGVO-Konformität als Nebeneffekt.

Nextcloud wurde in Deutschland entwickelt (Sitz in Stuttgart), wird von der Bundesregierung und Siemens eingesetzt und ist die reifste Open-Source-Cloud am Markt. In diesem Vergleich zeigen wir, was für Ihr Team möglich wird. Am Ende können Sie Nextcloud direkt in unserer Live-Demo ausprobieren.

Funktionsvergleich auf einen Blick

KriteriumNextcloudGoogle Workspace
HostingSelf-Hosted (eigener Server)Nur Cloud (Google-Server weltweit)
Open SourceJa (AGPLv3-Lizenz)Nein (proprietär)
PreismodellKostenlos (Self-Hosted) / Enterprise ab Anfrage6–18 € pro Nutzer/Monat
SpeicherUnbegrenzt (eigene Festplatte)30 GB–5 TB pro Nutzer je nach Plan
DateisynchronisationDesktop-Client + Mobile-AppsDesktop-Client + Mobile-Apps
Online-OfficeCollabora Online / OnlyOffice (integriert)Google Docs, Sheets, Slides
E-MailIntegration (eigener Mailserver) oder externe AnbindungGmail (vollständig integriert)
Kalender & KontakteCalDAV/CardDAV (integriert)Google Calendar + Contacts
VideokonferenzenNextcloud Talk (integriert)Google Meet (integriert)
DateiverschlüsselungServer-seitig + Ende-zu-Ende optionalServer-seitig (Google verwaltet Schlüssel)
DSGVO-KonformitätVolle Kontrolle bei Self-HostingAuftragsverarbeitung (Google als Verarbeiter)
DatensouveränitätVollständig (eigene Infrastruktur)Eingeschränkt (Google-Infrastruktur)
Apps & Erweiterungen300+ Apps im App StoreGoogle Workspace Marketplace
Admin-KontrolleVoller Root-Zugriff, eigene RegelnAdmin Console (vordefinierte Optionen)
HerkunftNextcloud GmbH, Stuttgart (DE)Google LLC, Mountain View (US)

Nextcloud: Was für Ihr Team plötzlich geht

Stärken

  • Eigene Cloud-Infrastruktur — was bisher nur Konzerne mit IT-Abteilung hatten, wird für Ihr Team bezahlbar
  • Unbegrenzter Speicher: abhängig nur von Ihrer Festplatte, nicht vom Abo-Plan
  • Kosten sinken pro Nutzer gegen null — bei Google steigen sie linear
  • Komplette Plattform: Dateien, Office, Kalender, Kontakte, Videokonferenzen, Aufgaben
  • DSGVO-konform by Design — deutsches Unternehmen, Daten auf Ihrem Server
  • Kein Vendor-Lock-in: Daten jederzeit exportierbar und migrierbar
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung optional verfügbar
  • Eingesetzt von der Bundesregierung, Siemens und großen Institutionen

Schwächen

  • Server-Einrichtung und Wartung braucht Know-how (oder einen Partner wie uns)
  • Online-Office (Collabora/OnlyOffice) ist funktional, aber nicht so poliert wie Google Docs
  • E-Mail braucht separaten Mailserver — nicht integriert wie Gmail
  • Mobile Apps funktional, aber weniger ausgereift als die Google-Apps

Ideal für

Teams, die endlich eigene Infrastruktur haben wollen — ohne dafür eine IT-Abteilung aufzubauen. Besonders wertvoll für Branchen mit sensiblen Daten: Recht, Gesundheit, Finanzdienstleistungen, Behörden. Oder für Unternehmen, die bei 20+ Nutzern keine 300 €/Monat an Google zahlen wollen.

Google Workspace: Komfort zum Nutzerpreis

Stärken

  • Nahtlose Integration: Gmail, Drive, Docs, Calendar, Meet in einer Plattform
  • Exzellente Echtzeit-Zusammenarbeit in Docs, Sheets und Slides
  • Zuverlässige Infrastruktur mit 99,9 % Verfügbarkeit (SLA)
  • Kein Server-Management nötig — alles wird von Google betrieben
  • Ausgereifte Mobile Apps für iOS und Android
  • KI-Funktionen (Gemini) in alle Produkte integriert

Schwächen

  • Vollständige Abhängigkeit von Google — Vendor-Lock-in ohne Ausweg
  • Kosten skalieren linear mit Nutzern: 20 Nutzer = 120–360 €/Monat
  • Daten auf Google-Servern: US-Konzern, CLOUD Act, komplexe DSGVO-Lage
  • Speicherlimits je nach Plan — Erweiterung kostet extra
  • Google behält sich Datennutzung für eigene Dienste vor
  • Kein Root-Zugriff: Sie arbeiten innerhalb der Grenzen, die Google setzt

Ideal für

Teams, die maximalen Komfort brauchen und bereit sind, dafür pro Nutzer zu zahlen. Oder Unternehmen, die keine besonderen Anforderungen an Datensouveränität haben und Gmail als E-Mail-Lösung wollen.

Datensouveränität & DSGVO

Eigene Cloud-Infrastruktur löst das DSGVO-Problem nicht als Extra-Feature, sondern als Nebeneffekt. Wenn Ihre Dateien auf Ihrem Server liegen, gibt es keine Drittland-Übertragung. Keine Auftragsverarbeitungsverträge mit US-Konzernen. Keinen CLOUD Act.

Google Workspace verarbeitet Daten auf der globalen Google-Infrastruktur. Auch wenn Google eine EU-Datenresidenz anbietet, bleibt Google als US-Unternehmen dem CLOUD Act unterworfen — US-Behörden können potenziell auf Ihre Daten zugreifen, unabhängig vom Speicherort.

Nextcloud ist ein deutsches Unternehmen (Stuttgart), unterliegt ausschließlich EU-Recht und wurde von Grund auf für europäische Datenschutzanforderungen konzipiert. Nicht umsonst hat sich die Bundesregierung für Nextcloud entschieden.

Unser Tipp: Prometheus Research richtet Nextcloud auf Ihrer Infrastruktur ein — mit deutschem Hosting, automatischen Backups, SSL und Collabora Online für Dokumentenbearbeitung. Wir begleiten auch die Migration von Google Workspace und schulen Ihr Team.

Häufig gestellte Fragen

Was wird mit Nextcloud möglich, das mit Google Workspace nicht ging?

Volle Kontrolle über Ihre Infrastruktur — ohne IT-Abteilung. Unbegrenzter Speicher ohne Aufpreis. Keine Nutzer-Lizenzen, die bei jedem neuen Mitarbeiter kosten. Und: Ihre Daten gehören Ihnen, nicht einem US-Konzern. Für Branchen mit Compliance-Anforderungen (Recht, Gesundheit, Finanzen) ist das oft der Unterschied zwischen „möglich" und „nicht möglich".

Ist Nextcloud eine vollwertige Alternative zu Google Workspace?

Ja, für die meisten KMU-Anforderungen. Dateispeicherung, Online-Office (Collabora/OnlyOffice), Kalender, Kontakte, Videokonferenzen (Talk) und Aufgabenverwaltung — alles in einer Plattform. Die Echtzeit-Zusammenarbeit in Dokumenten ist funktional, wenn auch nicht so poliert wie bei Google Docs.

Was spart Nextcloud im Vergleich zu Google Workspace?

Nextcloud kostet pauschal 10–30 €/Monat (Hosting), unabhängig von der Nutzeranzahl. Google Workspace: 6–18 €/Nutzer/Monat. Ab 5 Nutzern ist Nextcloud günstiger. Bei 20 Nutzern sparen Sie 2.000–4.000 € pro Jahr. Bei 50 Nutzern noch mehr. Und dieses Geld fließt in Projekte, die sich jetzt lohnen.

Wie aufwändig ist die Migration von Google Workspace?

Moderat. Dateien lassen sich per Drag-and-Drop oder Migration-Tool übertragen. Kalender und Kontakte werden via CalDAV/CardDAV synchronisiert. Prometheus Research begleitet die Migration schrittweise — Planung, Datenumzug, Mitarbeiterschulung — damit der Übergang reibungslos läuft.

Ist Nextcloud DSGVO-konform?

Ja — und zwar als Nebeneffekt. Wenn Nextcloud auf einem deutschen Server läuft, gibt es keine Drittland-Übertragung und keinen Zugriff durch externe Anbieter. Nextcloud GmbH ist ein deutsches Unternehmen (Stuttgart) und hat DSGVO-Konformität als Designprinzip. Die Bundesregierung nutzt Nextcloud aus genau diesem Grund.

Erleben Sie, was eigene Infrastruktur bedeutet

Testen Sie Nextcloud direkt in Ihrem Browser — ohne Installation, ohne Registrierung. Dateien hochladen, Dokumente bearbeiten, die eigene Cloud erleben.

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